Marc Caro

Biografie
Marc Caro, geboren am 2. April 1956, ist ein französischer Filmemacher und Cartoonist, der vor allem für seine gemeinsamen Regieprojekte mit Jean-Pierre Jeunet bekannt ist. Die beiden lernten sich 1974 auf einem Animationsfilmfestival in Annecy kennen. Gemeinsam drehten Jeunet und Caro preisgekrönte Animationsfilme. Ihr erster Realfilm war „Der Bunker der letzten Schüsse“ (1981), ein Kurzfilm über Soldaten in einer trostlosen Zukunftswelt. Jeunets und Caros erster Spielfilm war „Delicatessen“ (1991), eine melancholische Komödie, die in einer von Hungersnot geplagten postapokalyptischen Welt spielt. Darin herrscht in einem Wohnhaus über einem Feinkostladen ein Metzger, der Menschen tötet, um seine Mieter zu ernähren. Als Nächstes drehten sie „Die Stadt der verlorenen Kinder“ (1995), einen düsteren, vielschichtigen Fantasyfilm über einen verrückten Wissenschaftler, der die Träume von Kindern stiehlt, um ewig leben zu können. Der Erfolg von „Die Stadt der verlorenen Kinder“ führte zu einer Einladung, den vierten Film der Alien-Reihe, „Alien: Die Wiedergeburt“ (1997), zu inszenieren. Hier trennten sich die Wege von Jeunet und Caro, da Jeunet dies als großartige Chance sah, während Caro kein Interesse an einem Film hatte, der ihm aufgrund des hohen Budgets und der damit verbundenen eingeschränkten kreativen Kontrolle nicht zugänglich war. Caro assistierte einige Wochen lang bei Kostümen und Bühnenbild, entschied sich danach aber für eine Solokarriere als Illustrator und Computergrafiker. Sein erster Spielfilm als alleiniger Regisseur trug den Titel „Dante 01“.


















