Erik Balling

Biografie
Erik Balling war einer der beliebtesten dänischen Filmemacher des 20. Jahrhunderts. Er war Regisseur, Produzent und Drehbuchautor. Bekannt wurde er vor allem durch Fernsehserien wie „Matador“ und „Huset På Christianshavn“ sowie die Filmreihe „Olsen banden“. Erik Balling wurde am 19. November 1925 in Nyborg, Dänemark, als Sohn eines Pfarrers geboren. 1946 begann er als Assistent bei Nordisk Film Kompagni, der ältesten Filmproduktionsfirma der Welt. Sein Talent wurde schnell erkannt, und er erhielt bald die Möglichkeit, als Regisseur zu arbeiten. Sein Regiedebüt gab er 1952 mit dem Film „Vi arme syndere“. Balling erwarb sich rasch einen Ruf für sein technisches Können, und nach diesem Film wurde sein Talent allgemein anerkannt. 1957 wurde er zum jüngsten Leiter von Nordisk Film aller Zeiten ernannt. Balling war vor allem für seine Komödien bekannt. In seinen frühen Jahren führte er Regie bei „Poeten og Lillemor“ (1959) und „Sommer i Tyrol“ (1964), die damals sehr populär waren. Mitte der 1960er-Jahre versuchte Balling, seinen Stil im Bereich der Komödien zu verändern. Zu dieser Zeit eroberten die James-Bond-Filme die Welt, und Ballings nächster Film war von diesen inspiriert. Gemeinsam mit Henning Bahs drehte er die James-Bond-Parodie „Slå Først Frede“ (1965), die in Dänemark ein großer Erfolg wurde – so erfolgreich, dass eine Fortsetzung mit dem Titel „Slap af, Frede!“ (1966) folgte. Die Zusammenarbeit mit Henning Bahs war so fruchtbar, dass sie noch viele weitere Filme zusammen drehten. Diese Zusammenarbeit führte schließlich zur Filmreihe „Olsen Banden“, die mit „Olsen-banden“ (1968) begann. Insgesamt entstanden 14 „Olsen Banden“-Filme sowie eine Fernsehserie und eine Kinofassung, in der die Charaktere Kinder sind. „Olsen Banden“ handelten von einer kleinen Bande von Kleinkriminellen, die Millionäre werden wollten. Die „Olsen Banden“ waren nicht nur in Dänemark sehr beliebt, sondern auch in der DDR, Polen, Schweden und Norwegen – insbesondere in Norwegen und Schweden, die schließlich ihre eigenen nationalen Versionen von „Olsen Banden“ entwickelten: die norwegische „Olsen Banden“ und die schwedische „Jönssonligan“. Henning Bahs und Erik Balling unterstützten die Norweger und Schweden beim Schreiben dieser Drehbücher. In den späten 1960er und frühen 1970er Jahren produzierte Balling die beliebte dänische Fernsehserie „Huset På Christianshavn“, die auch als Vorlage für den Film „Ballade på Christianshavn“ (1971) diente. 1970 produzierte er das äußerst erfolgreiche dänische Fernsehepos „Matador“. Mehr als die Hälfte der dänischen Bevölkerung sah „Matador“ damals. Die Serie handelte vom Leben in einer dänischen Kleinstadt in den 1930er und 1940er Jahren. Balling war stets für seinen warmherzigen Stil in der Darstellung von Menschen bekannt. Er erhielt im Laufe seines Lebens zahlreiche Auszeichnungen. Er starb am 19. November 2005 im Alter von 80 Jahren.

























